Was die Presse über uns schreibt...

Weltmeisterlich auf der Quetschkomode

Badische Zeitung
vom 18.07.2010

So klingt es bei Könnern: das 1. Akkordon-Orchester Emmendingen lud bei seinem Jahreskonzert in der Steinhalle zu einer Reise um die Welt ein. Das Jugend- und Konzertorchester unter der neuen Leitung von Ronny Fugmann bewiesen in der voll besetzten Steinhalle, dass sie zu recht die hohen Auszeichnungen beim "World-Music- Festival" in Innsbruck bekamen.
Zum Auftakt präsentierte sich das Jugendorchester unter Leitung von Ronny Fugmann schwungvoll und elegant in seiner Interpretation von "Samba brasileña". Danach ging’s träumerisch weiter nach Japan mit "A Legend from Yao" und zum "Kap Arkona". Viel Applaus gab es für die Darbietungen der Akkordeon-Kids zu "Disco Fieber". Die drei Jüngsten, Anna (5) und Jonas und Jannis (6), sind erst seit einem Jahr dabei und können schon alles im Orchester mitspielen.
Elvira Müller leitet das Schüler- und das "Tonika"-Orchester. Die reiferen Jahrgänge debütierten bei diesem Konzert mit "Italo Pop-Hits" und einem "Mondspaziergang". Das Konzertorchester verwöhnte anschließend das begeisterte Publikum mit dem "Einzug der Gladiatoren" und mit von Ronny Fugmann arrangierten Melodien zur "Schwarzwaldklinik". Jonas Nemela (19) hat gerade sein Abi am GGE mit Schwerpunkt Musik bestanden. Dieses junge Talent bewies, dass Musizieren mit der "Quetschkommode" total cool ist. Als Solist glänzte er mit "La valse d’Amelie" vom ihm selbst arrangiert. Dann als weiterer Höhepunkt des Konzertorchesters: "Morricone Special" und "Elton John in Concert". Erst im letztem Jahr hat Ronny Fugmann die Orchesterleitung übernommen und auch in Innsbruck den Verein zum Erfolg geführt: Seine Leidenschaft für dieses Instrument begann in frühester Jugend. Die orchestrale Farbigkeit des Akkordeonklangs und die besondere Herausforderung bei diesem Instrument fasziniert ihn: rechts über die Tasten gleiten, gleichzeitig den Balg ziehen (denn dadurch entsteht die Tongestaltung) und mit der linken Hand die Bass-Knöpfe spielen. Die Klangvielfalt dieses Instruments ist enorm, sei es Pop, Rock, Filmmusik oder Klassik.
Das Konzertorchester besteht derzeit aus 25 Spielerinnen und Spielern, davon 16 Akkordeonisten in den Stimmen eins bis vier, eine Elektronium-Spielerin, zwei Bassistinnen, ein Schlagzeuger zusätzlich mit Percussion. Zum Abschluss der gekonnt gespielten "Urlaubsträume" wurden immer wieder Zugaben gefordert, die das Publikum mit langem Applaus einforderte.
Beim 10. "World Music-Festival" in Innsbruck erhielt das Ensemble des "1.Emmendinger Akkordeonorchesters" mit der "kleinen Nachtmusik" in der Oberstufe das Prädikat "sehr gut". Das Konzertorchester in der Oberstufe ein "ausgezeichnet" und das Jugendorchester den 5. Platz in der Mittelstufe.

Autor: Dagmar Barber

Mit drei Orchestern nach Innsbruck

Badische Zeitung
vom 13.03.2010

Das 1. Akkordeonorchester Emmendingen plant auch mehr Auftritte zur Unterhaltung.

In der Hauptversammlung des ersten Akkordeon-Orchesters (1. AOE) berichtete Patrick Müller von einem ruhigen aber sehr erfolgreichen Jahr der drei Orchester. Ein markanter Höhepunkt im Vereinsjahr war die Übergabe des Konzertorchesters und damit die musikalische Gesamtleitung von Elvira Müller an Ronny Fugmann, ihren ehemaligen Schüler.
Musikalischer Höhepunkt war das Herbstkonzert; aber auch das Frühjahrskonzert sowie die Teilnahme beim Weihnachtsgottesdienst in St.Bonifatius, Emmendingen fanden Zuspruch. Daneben wurde das Orchester "Tonika" unter seiner "neuen" musikalischen Leiterin Elvira Müller besonders in Wasser bei seinen zahlreichen Auftritten gerne gehört. Der Verein dankte der Stadt für die Unterstützung der Jugendausbildung. Allerdings kann die Boehle- Schule wegen des Umbaus nicht mehr genutzt werden. Doch Ortsvorsteher Heinz Sillmann aus Wasser fand eine Lösung in der Elzhalle.
2010 nimmt der Verein zum siebten Mal am internationalen World Music Festival in Innsbruck teil, erstmals mit Jugend-, Konzertorchester und dem Ensemble als Quartett "Allegro giocoso". Ronny Fugmann berichtete von 39 Proben und zwei Konzertauftritten bei der Jugend, die beim Bezirkswettbewerb den 1. Platz mit Prädikat "ausgezeichnet". "Allegro giocoso" hatte 36 Proben und einen Konzertauftritt und erreichte beim Bezirkswettbewerb in der Höchststufe, den ersten Platz mit Bestbewertung "hervorragend". Das Konzertorchester hatte fünf Proben sowie einen Auftritt unter Ronny Fugmanns Leitung. 2010 soll es mehr Unterhaltungsauftritte geben. Mit seinen Musikern ist der neue Dirigent ausgesprochen zufrieden.
Miriam Roser berichtete von Einnahmen von 35 487 Euro und Ausgaben von 35 443 Euro; die 44 Euro Überschuss werden für einen neuen Bass gespart. Elvira Müller leitet das Orchester "Tonika" mit 13 Spielern. Es trat dreimal in Wasser und einmal in Denzlingen auf.
Mitglieder: 140, davon 59 Aktive, 31 Schüler, 19 im Jugendorcher, 21 im Konzert- Orchester, 12 Spieler im Orchester "Tonika".
Wahlen: Kassenprüfer Marlies Löffler, Renate Grimm.
Ehrungen: Geehrt wurde langjährige Vorstandsarbeit für 22 Jahre Christoph Kirner, 16 Jahre: Herbert Schmitz, zwölf Jahre Gerhard Müller, je elf Jahre Yvonne Wehrle und Miriam Sonnenberg, zehn Jahre Reinhold Freund.
Termine: 13. bis 16. Mai: World Music Festival, Innsbruck, 17. Juli: Sommerkonzert, 20. November: Herbst-Doppelkonzert mit "Wagner-Orchester". 26. Dezember Weihnachtsgottesdienst in St. Bonifatius, Emmendingen.

Autor: Hans Meidhof

Elvira Müller reichte Taktstock weiter

Emmendinger Tor
vom 18.11.2009

Das diesjährige Herbstkonzert des 1. Akkordeonorchesters am Samstagabend war auch Anlass zur Taktstockübergabe. Nach 16-jähriger Amtszeit als Diri- gentin und musikalische Gesamtleiterin des Konzertorchesters übergab Elvira Müller die Leitung an ihren ehemaligen Schüler Ronny Fugmann. Gleich zu Beginn des Konzerts spielte das Jugendorchester unter der Leitung von Ronny Fugmann temperamentvoll die „Festival-Fanfare von Hans-Günther Kölz. „Sie sind heute Abend Geschichtszeugen und werden Akkordeonmusik vom Feinsten serviert bekommen. Eine Ära neigt sich dem Ende zu“, so der erste Vorsitzende und Sohn der Diri- gentin Patrick Müller. Voller Spannung präsentierte das Ensemble das Largo-Allegro von Georg Friedrich Händel, das Allegro assai und das Presto-Adagio-Allegro, beides von Joseph Haydn. Voller Hingabe dirigierte Elvira Müller zum letzten Mal ihr Konzertorchester bei den Stücken „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppè, „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar und „Rendez-vous mit Fred Raymond“, einer Melodienfolge mit bekannten „Ohrwürmern“. Vor der eigentlichen Taktstockübergabe wurden langjährige Mitglieder vom stellvertretenden Bezirksvorstand des Bezirks Breisgau Christian Ott ausgezeichnet. Anschließend überreichte Ronny Fugmann Elvira Müller den goldenen Taktstock. „Hiermit übergebe ich dir ein Orchester, welches mit mir durch dick und dünn ging und auf das ich mich immer verlassen konnte“, mit diesen Worten gab Elvira Müller ihren Taktstock in die Hände ihres Nachfolgers.

Autor: Natalie Böcherer

Konzert der Extraklasse

Badische Zeitung
vom 17.11.2009

Das Herbstkonzert des 1. Akkordeon Orchesters Emmendingen (AOE) war eine Gala der Extraklasse. Es stand unter dem Motto "Niemals geht man so ganz ...", war jedoch zugleich ein bravouröser Abschied von Elvira Müller, der Dirigentin des Konzertorchesters. Sie hatte auch die musikalische Gesamtleitung des AOE inne. Nun übergab sie den Dirigentenstab an Ronny Fugmann.
Stehend und mit viel Euphorie applaudierte das Publikum in der fast vollbesetzten Steinhalle der überaus beliebten und musikalisch sehr erfolgreichen Dirigentin. Patrick Müller, Sohn der Dirigentin und Vorsitzender des AOE, stellte das Lebenswerk seiner Mutter in den Mittelpunkt seiner Rede: "Du hast rechtzeitig zugefasst und lässt auch wieder rechtzeitig los. Dafür danken wir dir." Und Ehrenvorsitzender Herbert Schmitz ergänzte: "Es war eine hervorragende, tolle Zeit mit ihnen. Sie übergeben ein Konzertorchester, das vollkommen ist."
Die Taktstockübergabe an Ronny Fugmann war eine Zeremonie. Auf einem roten Samtkissen überreichte Fugmann der "großen Dame" der Musik einen goldenen Taktstock. Elvira Müller gab dann den Taktstock für das Konzertorchester an Fugmann weiter. Danach wurde die Steinhalle in buntes Licht getaucht, das Konzertorchester setzte mit dem Stück "Modern Festival", das Fugmann komponiert hatte, ein. Mit einem Abschiedslied überraschten Elionor Amini und Clemens Brandwein.
Überrascht und überwältigt dankte Elvira Müller allen, die ihre musikalische Arbeit erst ermöglicht hätten. Dank gab es vor allem für ihren Ehemann Gerhard. Seit 50 Jahren ist Elvira Müller aktiv, zuerst beim HACE, später beim AOE. Dafür wurde sie auch von Christian Ott vom Deutschen Harmonika Verband (Bezirk Breisgau) geehrt.
Das gesamte Herbstkonzert des AOE war ein musikalischer Abend voller Leidenschaft und Melancholie. Alle Spielerinnen und Spieler gaben ihr Bestes. Dies zeichnete sich bereits ab beim Auftritt des Jugendorchesters unter Leitung von Fugmann. Es spielte zunächst die "Festival-Fanfare", ein furioser Beginn. Das steigerte sich indes mit der "Ballade pour Adeline" und dem Medley von Christian Bruhn.
Welche Vielfalt aus dem Balginstrument, auch Ziehharmonika oder Handorgel genannt, herauszuholen ist, das zeigte das Ensemble des AOE. Drei Frauen und zwei Männer bewiesen dies mit dem "Largo-Allegro" von Händel und zwei Stücken von Haydn, die Abschieds- und Passionssymphonie "Allegro assai" und "Presto-Adagio-Allegro".
Der Höhepunkt des Konzertabends war jedoch der letzte Auftritt des Konzertorchesters unter Leitung von Elvira Müller. Schwungvoll, eingängig und höchst anspruchsvoll präsentierten sie sich mit der "Leichten Kavallerie" von Franz von Suppé, eine Wiener Operette, die überaus gekonnt dargeboten wurde. Immer wieder begeisterter Applaus des Publikums. Klasse und Professionalität bewies das Orchester auch bei den weiteren Stücken. Konzertante, feurige und akkurate Tastenklänge begeisterten und zeigten einmal mehr den gekonnten Umgang mit dem Akkordeon. Alle bewiesen ihr enormes Können und ihren hohen Grad von Musikalität. Dabei zeigten sie auch den gekonnten Umgang moderner Ausdrucksmittel, wie Geräuschen oder Clustereffekten, um damit expressive und tonmalerische Wirkungen zu erzielen. Es war ein Abend voller musikalischer Leidenschaft, aber auch ein Stück des Abschieds. Wer diesen Abend nicht erlebt hat, hat viel versäumt.
Ehrungen: Vom Deutschen Handharmonika-Verband wurden geehrt: für 50 Jahre: Elvira Müller, Horst und Ursula Heitauer; für 40 Jahre: Marlies Löffler; für 25 Jahre: Andrea Meier und Manfred Bühler. Vereinsehrung: Roland Graf, er war 20 Jahre im Vorstand tätig.

Autor: Pia Grättinger

Grandiose Leistungen gezeigt

Emmendinger Tor
vom 27.05.2009

1. Akkordeon-Orchester schnitt bei den Bezirkswertungsspielen sehr gut ab

Zwei erste Plätze, zweimal das Prädikat „ausgezeichnet”, einmal das Prädikat „hervorragend” mit Pokal: Über dieses Ergebnis konnte sich kürzlich das 1. Akkordeon-Orchester Emmendingen (1. AOE) beim Bezirkswettbewerb in Endingen freuen.

Unter der Leitung von Ronny Fugmann verteidigte das Jugendorchester in der Mittelstufe erfolgreich seinen ersten Platz. Die Juroren bewerteten das vorgetragene Stück „Eine Nacht in Castle Hill” von Stefan Hippe mit dem Prädikat „ausgezeichnet”.
In der Oberstufe für Erwachsene erspielte sich das Konzertorchester unter der Leitung von Elvira Müller mit Edvard Griegs Orchester-Suite „Aus Holbergs Zeit” neben einer im Bezirk gewohnt starken Konkurrenz den dritten Platz, ebenfalls mit dem Prädikat „ausgezeichnet”.
Das fünfköpfige Ensemble des 1. AOE unter der Leitung von Ronny Fugmann erreichte mit der „Nussknacker-Orchestersuite” von Peter Tschaikowski überraschend in der Höchststufe die Bestnote „hervorragend” mit Pokal und darf sich derzeit als bestes Ensemble des Bezirks Breisgau verstehen.

Ganz im Zeichen der Filmmusik

Badische Zeitung
vom 02.05.2009

"Wäre das nicht wunderschön" sangen die Damen vom "S'Chörzo" beim Frühjahrskonzert des 1. Emmendinger Akkordeon Orchesters am Samstagabend in der Steinhalle und es war ein wahrlich wunderschönes Konzert.
Der Konzertabend mit seinem Motto "Schwarz-Weiß" stand ganz im Zeichen der Filmmusik: "Blues Brothers" und "Sister Acts" waren die Höhepunkte. Es ist fantastisch, welche Klangvielfalt in einem Akkordeon steckt.
Elvira Müller gelingt es immer wieder, diese Klangvielfalt in einem harmonischen Orchester zusammenzuführen und ein musikalisches Feuerwerk abzufeuern. Zum Kultstatus entwickelte sich Anfang der Achtziger Jahre der Film "The Blues Brothers". Saxophone sind die dominierenden Instrumente der begleitenden Filmmusik. So übernahm Andreas Stephan als Gast diesen Part beim Konzert. Mit Schlapphut marschierte er durch den Saal zur Bühne und ergänzte das Orchester geradezu grandios.
Weiter ging es mit einem Potpourri "Harry Belafonte in Concert". Tagsüber war es schon sommerlich und so gab es dann abends noch einen Hauch Südamerika. Bei "Mathilda" oder "Coconut-Dream" kam karibische Urlaubsstimmung pur auf.
Große Hits aus der Filmmusik brachte auch der Frauenchor von Angela Mink "S'Chörzo" auf die Bühne. Beispielweise das Liebeslied "One Hand, one Heart" aus "Westside-Story".
Zum Abschluss und Höhepunkt vereinten sich dann das Konzertorchester und der Frauenchor: "Sisters Act" war dies nüchtern im Programm ausgedruckt und Moderatorin Silvia Ketterer nannte das Zusammenspiel einen Versuch. In dieser Besetzung erklang dann "Hail Holy Queen" und "I will follow him". Und da der Beifall gar nicht enden wollte mussten Musiker und Sängerinnen ein zweites Mal "I will follow him" intonieren und selbst das reichte den Besuchern nicht. So gab es als zweite Zugabe "YMCA" und die ganze Halle stimmte in den Refrain ein. Zum Auftakt konzertierten das Kinder- und das Jugendorchester.

Autor: Christian Ringwald

Facettenreiches Frühjahrskonzert

Emmendinger Tor
vom 29.04.2009

Beim Frühjahrskonzert am vergangenen Samstag in der voll besetzten Steinhalle präsentierte sich das 1. Akkordeon-Orchester von seiner besten Seite.
Kinder-, Jugend- und Konzertorchester begeisterten mit einer musikalisch interessanten und abwechslungsreichen Reise in die Welt der Musicals und Leinwandtracks.
Der Frauenchor „S' Chörzo“ des Music-Labs (Leitung Angela Mink) und Saxofonist Andreas Stephan („Blues Brothers“) sorgten für die gesangliche beziehungsweise musikalische Bereicherung.
Höhepunkt und gleichzeitig krönender Abschluss des rundum gelungenen Konzertabends war der gemeinsame Auftritt des Frauenchors und des Konzertorchesters unter Leitung von Elvira Müller (Klavierbegleitung Ronny Fugmann) zu Melodien des Filmklassikers „Sister Act“. Silvia Ketterer führte die Gäste einfallsreich durch den Abend, Elvira Müller hatte die musikalische Gesamtleitung inne.

Autor: Thomas Gaess

Patrick Müller an der Spitze

Badische Zeitung
vom 11.03.2009

Patrick Müller ist künftig für die Geschicke des 1. Akkordeonorchesters verantwortlich. Der 34-jährige Diplomingenieur wurde bei der Hauptversammlung im „Campus” ohne Gegenstimmen gewählt.
Das abgelaufene Jahr stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Bestehens, erklärte (Noch-)Vorsitzender Christoph Kirner. Das Jubiläums-Frühjahrskonzert war eine Art Familienfest, verbunden mit der Geburtstagsparty des Vereins. Wären die Musiker keine so geschickten „Wirtsleute”, etwa auch beim Dorffest in Wasser, sähe es in der Vereinskasse düster aus. Als musikalische Herausforderung wertete Kirner das Herbstkonzert. Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Peter Tschaikowski und Edward Grieg intonierten die Ensembles.
Als gelungen bezeichnete Kirner die Integration des ehemaligen HACE. Inzwischen herrscht ein ausgezeichnetes Betriebsklima und eine gelebte Gemeinschaft, sagte Kirner. Er möchte nach 22 Jahren Vorstandsarbeit etwas kürzer treten und sieht den Verein gut aufgestellt. Stabile Mitgliederzahlen und geordnete Finanzen seien gute Voraussetzungen für seine Nachfolger, erfolgreiche Vereinsarbeit zu leisten, so Kirner. Dirigentin Elvira Müller war mit dem musikalischen Leistungsvermögen der Mitglieder sehr zufrieden. Inzwischen hat sich das so genannte Oldie-Orchester erweitert und verjüngt. Das neue Orchester mit 15 Akteuren unter dem Namen „Tonika” hat ein Durchschnittsalter von 49 Jahren. Die Schülerzahlen sind weiterhin konstant. Musikalische Früherziehung für Kinder ab 18
Monaten und später in der „Klangstraße” tragen ihre Früchte. Elvira Müller kündigte an, dass sie nach dem Herbstkonzert in diesem Jahr die Leitung des Konzertorchesters nach über 26 Jahren abgeben wird. Unterricht und die Leitung von „Tonika” macht sie weiter. Ihr langjähriger Schüler Ronny Fugmann übernimmt ihre Nachfolge; für beide gab es sehr viel Applaus.
Fugmann gab einen kurzen Überblick über die Arbeit des 18-köpfigen Jugendorchesters. Beim Herbstkonzert [des Ensembles] stehen Stücke von Händel und Haydn auf dem Programm.
Aus dem Bericht von Rechnerin Miriam Sonnenberg ging hervor, dass die Konzerte kleine Verluste bescherten. [..] Größter Ausgabenposten sind die Ausbildungsvergütungen.
Mitglieder: 153, 71 Aktive und 39 Schüler.
Wahlen: Vorsitzender: Patrik Müller, Stellvertreter: Andreas Wenzlau, Schriftführerin: Cornelia Zipfel, Kasse: Miriam Sonnenberg, Öffentlichkeitsarbeit: Ulrich Gierschner, Beisitzer Aktive: Yvonne Wehrle, Beisitzer Passive: Jan Hönisch, Jugendleiterin: Stephanie Löffler, Kassenprüfer: Marlies Löffler, Renate Grimm.
Autor: Dieter Erggelet

Im Bann der Klänge der Akkordeons

Badische Zeitung
vom 11.12.2008

[..] Sowohl dem Orchester des 1. Akkordeon-Orchesters Emmendingen wie deren Ensemble, dem Solisten Vladimir Konrat und dem Chor- und Instrumentalensemble „Vivace” aus Endingen gelang es, ein vorweihnachtliches Erlebnis zu bieten.
Beginnend mit einem Stück aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowski bot das Akkordeonensemble unter der Leitung von Ronny Fugmann eine beeindruckende Bandbreite ihrer Virtuosität. Die klare Melodieführung, eindrucksvoll moduliert - auch in den dynamischen Teilen - begeisterte das Publikum.
Ein ganz besonderes Hörerlebnis aus der hohen Schule des Akkordeonspiels lieferte Solist Vladimir Konrat auf seinem chromatischen Knopfakkordeon. [..]
Große Tonwelten verbreitete der Auftritt des 1. Akkordeon-Orchesters Emmendingen unter der Leitung von Elvira Müller. Das Ensemble zog die Zuhörerinnen und Zuhörer unweigerlich in seinen Bann. „Morgenstimmung - Anitras Tanz” aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg und eine Sarabande - ebenfalls von Grieg - erfüllten klanglich den Raum.
Auch die Weihnachtslieder [..] rechtfertigten die begeisternde Anerkennung des Publikums. Dies gilt insbesondere auch für den gemeinsamen Auftritt des Akkordeonorchesters mit dem Chor- und Instrumentalensemble mit dem Stück „Irische Segenswünsche”. Mit dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied „Oh du fröhliche” ging ein ebenso niveauvolles wie ansprechendes Konzert zu Ende.

Hüpfende Finger zum Tanz

Badische Zeitung
vom 19.11.2008

Für das 1. Akkordeon-Orchester Emmendingen (AOE) war 2008 mit der Feier zum 25-jährigen Bestehen ein besonderes Jahr. Für das Herbstkonzert hatten sich nun die Akkordeonisten an die Werke großer Meister-Komponisten gewagt.

Vorsitzender Christoph Kirner dankte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer für
die langjährige Partnerschaft und finanzielle Förderung. Schlatterer beglückwünschte das 1. AOE zu seinem 25.Geburtstag. Wichtigstes Merkmal vorbildlicher Vereinstätigkeit sei die Qualität der Jugendarbeit; das Jugendorchester könne sich sehen und hören lassen.
Das Jugendorchester hatte für diesen Abend die Sinfonie Nr. 29 in A-Dur von Mozart einstudiert und zeigte mit seinem Dirigenten Ronny Fugmann die ganze Klangpracht, die ein Akkordeon in einem Orchester entfalten kann. Der schnelle Eröffnungssatz, das ruhige Andante, das tänzerische Menuetto oder das rasche Finale: Die 18 Orchestermitglieder bestachen mit Können. Dazu moderierte kenntnisreich Horst
Heitauer.
Das sechsköpfige Ensemble des Vereins hatte sich mit ihrem Leiter Ronny Fugmann die Nußknacker-Suite von Peter Tschaikowski ausgewählt. Die Orchestersuite ist ein
Arrangement aus mehreren Titeln der ursprünglichen Komposition. Nach der Miniatur-Ouvertüre mit filigranem Beginn folgen die Tänze in unterschiedlicher Charakteristik.
Besonders die Charakteristik der Streichinstrumente konnte durch die vielseitigen
Klangfarben des Akkordeons umgesetzt werden. Langer Beifall für diese Leistung.

Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Hauptorchesters mit zwei kompletten Suiten von Edvard Grieg. Für die Dirigentin Elvira Müller und die 23 Akkordeonisten waren die Holberg-Suite mit ihren sechs Sätzen eine Herausforderung, die musikalisch einwandfrei bewältigt wurde. Eigentlich war sie für ein Streichorchester komponiert worden. Mit viel Sensibilität aber auch mit energischer Forderung führte die Dirigentin das sehr konzentriert spielende Orchester. In der Peer Gynt-Suite Nr.1 bewiesen die Musiker ihre spielerische Klasse. Im ersten Satz "Morgenstimmung" zeigte Stephanie Löffler mit einem zarten Elektronium-Solo den Anbruch des Tages, ehe die sanften Klänge von forcierenden Akkordeonklängen eingeholt wurden. "Ases Tod" kam stimmungsvoll musikalisch daher und bildete einen Kontrast zum dritten Satz. In "Anitras Tanz" hüpften die Finger der Musikerinnen und Musiker über die Tasten ihrer Instrumente. Im letzten Satz "In der Halle des Bergkönigs" zeigte Aline Roser ein ungewöhnliches Elektronium-Solo unterstützt von Klängen und Rhythmen der Harmonika. Langanhaltender Beifall der begeisterten Zuhörer erbat einen flotten tänzerischen Musettwalzer als Zugabe.
Zum 25-jährigen Jubiläum wurde der Verein vom Bezirksvorsitzenden Hubert Rombach vom Deutschen Harmonikaverband geehrt. Ausserdem erhielten für 25-jährige aktive Mitgliedschaft Christoph Kirner und Yvonne Wehrle eine Verbandsehrung in Gold, für 15-jährige aktive Mitgliedschaft Aline Roser und Marianne Hügle die Ehrung in Silber.
Autor: Hans Meidhof